Cerastes cerastes photographié par Michel Aymerich
Sahara vivant
Paysage Tata

Vipère à cornesSirli du désertSolifuge de la région d'Aouinet TorkozMacroscélide de RozetCobra d'Afrique du Nord, MarocGuepier d'Europe à SmaraFouette-queuePetite gerboise, SmaraSpalerosophis dolichospilus

                   

Darstellung

Die Fauna der Sahara Marokkos*

    Marokko ist ein Land mit schönen, oft spektakulären Landschaften, gekennzeichnet durch die Vielfalt der Lebensräume, welches zur Zeit noch stolz  darauf sein kann, die reichste - allerdings leider in ständigem Rückgang befindliche - Fauna Nord-Afrikas zu haben. Eine Fauna und auch eine Flora, die eine reiche Anzahl endemischer Arten einschliessen sowie echte tropische Reliquien, die von einer früheren Verbindung zwischen Marokko und dem tropischen Afrika zeugen, unterbrochen durch das Auftauchen und die Ausbreitung dessen, was im Verlauf der Zeit die Sahara geworden ist, wie wir sie heute kennen.

Stenodactylus petrii
Sténodactyle de Pétrie, Stenodactylus petrii © Michel Aymerich    

        Unter den großen und mittelgroßen Säugetieren existieren - insbesondere in der Region des  Bas  Drâa, die wir erkunden werden - Goldschakale (Canis aureus), möglicherweise noch Streifenhyänen (Hyaena hyaena), Blassfüchse oder besser Rüppels Fuchs (Vulpes ruepelli), Fenneks oder Wüstenfüchse (Fennecus zerda), Mangusten ichneumon (Herpestes ichneumon), Ratels oder Honigdachs (Mellivora capensis), Wildkatzen (Felis lybica), Servale (Leptailurus serval), Karacale oder Wüstenluchse (Caracal caracal). In der gleichen Region des Bas Drâa existiert eine Population aus Echtgazellen (Gazella cuvieri),  die zu den grössten Marokkos und wahrscheinlich der Welt zählt, Dorcasgazellen (Gazella dorcas) die anderswo immer selterner werden,  Mahnenschafe (Ammotragus lervia) usw.

Ammotragus lervia
Mouflon à manchettes, Ammotragus lervia
  © Michel Aymerich

Gazelles dorcas
Gazelles dorcas, Gazella dorcas
© Rémy Ledauphin

    Unter der reichen Fauna der kleinen Säugetiere kann man am häufigsten und leichtesten - insbesondere nachts - die Wüstenspringmäuse (Jaculus jaculus) und diverse Arten von Rennmäusen, (Gerbillidae) und fette Sandratten (Psammomys obesus), Nordafrikanische Erdhörnchen (Atlantoxerus getulus) und viele andere Arten beobachten. Manchmal kann man auch einen, obwohl sehr unauffälligen, Rüsselspringer (Elephantulus rozeti) sehen, der mitunter auch "Elefantenspitzmaus" genannt wird (zu Unrecht, weil es keine Nagetier ist).    

Jaculus jaculus
    Petite gerboise, Jaculus jaculus.
© Michel Aymerich
Psammomys obesus
Psammomys obèse, Psammomys obesus

© Michel Aymerich

        In der gleichen Region und generell in den Gebieten, die im Südwesten des Anti-Atlas sind, kann man - unter der Voraussetzung, dass man sie gut sucht und Glück hat, manchmal sogar viel Glück, da sie selten und unauffällig sind  - die Vertreter einer bemerkenswerten Reptilienfauna sichten
 
    Unter den Schlangen gibt es echte tropische Relikte, wie die Uräusschlange
(Naja haje legionis), Puff Otter (Bitis arietans), die Weißbäuchige Sandrasselotter (Echis leucogaster), Mauretanische Katzenschlange (Telescopus guidimakaensis), Afrikanische Eierschlange (Dasypeltis scabra), Afrikanische Hausschlange (Lamprophis [= Boaedon] fuliginosus ), aber auch ein bisschen weniger selten, obwohl  alle sehr  unauffällig, Arten  wie die wunderschöne westliche Diademnatter (Spalerosophis dolichospilus), die Moilanatter oder "falsche Kobra" (Scutophis [=Malpolon] moilensis) - eine giftige aber eher harmlose Art, die die Besonderheit aufweist, die Kobra  zu imitieren, indem sie ihren Nacken spreizt, die Trugnatter (Psammophis schokari), die Hornviper (Cerastes cerastes), die Avicennaviper (Cerastes vipera), die noch mehr an sandige Gebiete als die vorherige gebunden ist.

Spalerosophis  dolichospilus
Couleuvre-diadème du Maghreb,
Spalerosophis dolichospilus
© Michel Aymerich

Echis leucogaster
Vipère des pyramides, Echis leucogaster
© Michel Aymerich

    Théodore Monod schrieb in "Méharées", nicht ohne eine berechtigte Ironie, im Bezug auf Schlangen die er manchmal in saharischen Regionen antreffen konnte : " Nattern, harmlose und blonde, Vipern [...]. Aber, bitte, vergessen Sie nicht "mit Hörnern" hinzuzufügen, das ist viel erschreckender für Ihr Publikum, denn es stellt sich vor, dass dieser teuflische Anhang, zusätzliche Waffe, noch mehr der Schädlichkeit des Reptils hinzufügt [...] Die saharischen Vipern, die Cerastes sind, haben [...] mehr Angst vor uns als wir vor ihnen, gelinde gesprochen."

Couleuvre de Moïla
            Couleuvre de Moïla,
            Scutophis [= Malpolon] moilensis © Michel Aymerich
           

Sara avec Couleuvre de Moïla
Couleuvre de Moïla tenue en main
 © Michel Aymerich
  
 Unter den Eidechsen und anderen Reptilien, die ihre Beine behalten haben, kann man Agamidae finden, wie den ziemlich verbreiteten Atlasagamen (Agama impalearis), den Wüstenagamen (Trapelus mutabilis), der sehr an die dürrsten Milieus (wie die Regs) der Sahara gebunden ist, den Dornschwanz oder "Dob" (Uromastyx acanthinurus); unterschiedliche Scincidae, diese Eidechsen mit glatten Schuppen, kleinen Beinchen und mit  einer schlangenartigen Bewegung, unter denen einige als "Sandfische" bezeichnet werden. Unter einem Stein kann man Dünnfingergeckos und Zwergwüstengeckos finden, die sowohl hübsch als auch graziös sind. Manchmal auch  kann man ein auf einem Ast sitzendes oder auf der Erde laufendes Chamäleon und mit viel, viel Glück, oh Wunder der Natur! den Wüstenwaran (Varanus griseus)  und noch viele andere Arten antreffen.  


Stenodactylus sthenodactylus
Sténodactyle élégant,
Stenodactylus sthenodactylus
© Michel Aymerich

Agama impalearis
Agame de Bibron, Agama impalearis
© Michel Aymerich
ptyodactylus oudrii
Ptyodactyle d'Oudri, Ptyodactylus oudrii
© Michel Aymerich

Tropiocolotes algericus
Gecko à écailles carénées,
Tropiocolotes algericus
© Michel Aymerich

         Unter den Vögeln können je nach der Jahreszeit und glücklichem Zufall der Weißstorch (Ciconia ciconia), der Adlerbussard (Buteo rufinus), der Habichtsadler (Hieraaetus fasciatus), der Schlangenadler (Circaetus gallicus), der Lannerfalke (Falco biarmicus) und  der  Turmfalke (Falco tinnunculus), die Kragentrappe (Chlamydotis undulata), der Rennvogel (Cursorius cursor), die Theklalerche (Galerida theklae), die Wüstenläuferlerche (Alaemon alaudipes), verschiedene Steinschmätzer (Oenanthe deserti ; O. leucura ; O. leucopyga, usw.) die ziemlich verbreitet sind, Blauwangenspint (Merops persicus), Heckensänger (Cercotrichas galactotes), Wüstenrabe (Corvus ruficollis), usw beobachtet werden.
    Die
Schmutzgeier (Neophron percnopterus), Gänsegeier (Gyps fulvus) könnten gesichtet werden und sind in jedem Fall zu suchen...
    Entlang der Steilküsten, am Rand des Ozeans, kann man auch
den Großen Kormoran (Phalacrocorax carbo) und in bestimmten Gueltas, z.B. in Khnifiss, den Rosaflamingo (Phoenicopterus ruber) usw beobachten.                

Cursorius cursor
Courvite isabelle, Cursorius cursor
© Michel Aymerich

Rougequeue de Moussier mâle
Rouequeue de Moussier mâle,
Phoenicurus moussieri © Michel Aymerich

Sirli du désert
Sirli du désert, Alaemon alaudipes
© Michel Aymerich

Aigle de Bonelli juvénile
Aigle de Bonelli, Aquila fasciata
  © Michel Aymerich

       Unter den Spinnentieren, die man gewiss finden wird, tagsüber versteckt unter den Steinen oder  in warmen Nächten herumlaufend: verschiedene Arten von Skorpionen, von denen der größte Teil relativ oder ganz harmlos und keine aggressiv ist; die Spinnen, so die der Art Eusparasus dufouri, die des Tages unter einem Stein versteckt bleibt oder die Taranteln (Lycosa tarentula), lauernd in ihren Nestern, Arten die gleichermaßen inoffensiv wie stets scheu sind; Solifugen, die genauso beindruckend wie harmlos sind und mit etwas Glück Geißelspinnen, Spinnentiere, die  geradewegs  aus der Tiefe des Meeres hervorgegangen zu sein scheinen...
   
    Soviele "Kreaturen" die wir bedingungslos respektieren, indem wir uns  von  folgender Empfehlung Lanza del Vastos inspieren lassen:
   
Du wirst mit gleicher Höflichkeit Schlangen, Skorpione, Taranteln und jede schädliche Bestienart behandeln. Schädlich bist Du selbst mehr noch als die Bestie: Bist es Du selbst, den Du in ihr bestrafen möchtest? Lasse sie weglaufen, und deine Tücke mit ihr.


Androctonus amoreuxi
Androctonus amoreuxi © Michel Aymerich
Eusparassus dufouri
Eusparassus dufouri © Michel Aymerich

Galeodibus
Solifuge © Michel Aymerich

Amblypyge
Amblypyge  © Michel Aymerich

    Unter der breit gefächerten Welt der Insekten findet man Arten der Gattung Heremiaphila mit überraschender Fähigkeiten zur Tarnung, Arten wie Gottesanbeterinen, Heuschrecken, Mistkäfer, Schmetterlinge, usw.

Eremiaphile
Erémiaphile © Michel Aymerich

Truxale
Truxale, Acrida mediterranea?
© Michel Aymerich
Mante religieuse en position de défense
Famille des Mantidae © Michel Aymerich

Mante religieuse de face
Famille des Mantidae © Michel Aymerich

    Alles nicht menschliche Tiere,  gleichermaßen interessant, die uns die Ehre der Beobachtung, der Annäherung, der Bestimmung, der Fotografie gewähren könnten zur grössten Freude der Naturalisten, sowohl der Anfänger als auch der Fortgeschrittenen, wobei ein jeder von uns nur dazu lernen kann...

* Weitere Informationen über die marokkanische Fauna und insbesondere die der betrachten Regionen kann man in der
Bibliographie sowie auf der Homepage der GERES wie auch der GEOS finden...

Natur-Expeditionen in der marokkanischen Sahara

Acacia Seguiet el Hamra
Acacia raddiana, Seguiet el Hamra © Michel Aymerich 

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Reise Agadir-Amtoudi-Tiglit-Smara

* Andere Reise sind veranstaltet. Schreiben Sie uns...
Charta für die Achtung der Arten und der Ökosysteme
Lesen und unterschreiben!


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